Vorsorge für Krisen und Katastrophen
Das Risiko für bedrohliche Ausnahmezustände ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Cyberangriffe, Stromausfälle oder Naturkatstrophen wie Starkregen oder Überschwemmungen können zu größeren Krisenfällen führen.
Die Gemeinde Altenstadt möchte, dass Sie vorbereitet sind.
Wir haben in Anlehnung an die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophen die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die helfen sollen, sich auf einen Krisenfall vorzubereiten und sich sicherer zu fühlen.
Am Wichtigsten ist es, auf folgende Punkte zu achten:
- das richtige Einkaufen von Vorräten
- eine gut ausgestattete Hausapotheke mit Medikamenten sowie
- das Sichern wichtiger Dokumente.
Auch das richtige Verhalten bei einem Stromausfall oder Brand, die angstfreie Aufklärung von Kindern, die Kommunikation mit Nachbarn und Angehörigen sowie die regelmäßige Kontrolle der baulichen Sicherheit rund um das Haus spielen eine zentrale Rolle.
Auf Vorrat einkaufen können Sie in zwei Optionen. Entweder gehen Sie alles notwendige auf einmal kaufen oder Sie schauen, dass Sie beim wöchentlichen Einkauf ein paar extra Sachen dazu packen, die Sie dann auf Vorrat lagern.
Sie sollten für mindestens 3 Tage - besser 10 Tage - Vorräte zu Hause haben und 2 Liter Wasser pro Tag für jede Person im Haushalt einkalkulieren, denn in einem Krisenfall kann die normale Wasserversorgung ausfallen.
Zu beachten ist bei beiden Optionen die Mindesthaltbarkeitsdauer. Es nützt nichts, wenn Sie Vorräte lagern, aber sie dann im Notfall nicht einsetzen können. Am besten wenden Sie die sogenannte FIFO-Methode an. Die FIFO-Methode (First In, First Out) heißt nichts anderes, als neu gekaufte Produkte nach hinten zu verlagern und alte Produkte nach vorne. So werden ältere Produkte mit einem wesentlich naheliegenderen Mindesthaltbarkeitsdatum zuerst aufgebraucht.
Bei Tabletten ist zu beachten, dass Sie immer für 10 Tage einen Vorrat haben und da ebenfalls auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Material für eine Wundversorgung zu Hause zu haben, ist vorteilhaft. Genauso wie eine Basisausstattung von Dingen, die bei Krankheiten helfen (Schmerzmittel, Fieberthermometer usw.)
Ihre Dokumente sind wichtig und essenziell. Unterlagen sind nach dem Verlieren nur schwer wiederzubekommen, daher ist es eine Möglichkeit, eine Mappe anzulegen mit Kopien von wichtigen Dokumenten und diese an einem festen und jederzeit leicht zugänglichen Ort aufzubewahren.
Wenn der Strom ausfällt, gibt es relativ wenige Optionen, um einen „normalen Alltag“ beizubehalten, aber es gibt viele Möglichkeiten, die helfen, um diese Zeit zu überbrücken. Taschenlampen und Kerzen sind ideal für einen Stromausfall, weil sie Licht spenden, wenn die elektrischen Lampen nicht mehr funktionieren. Ebenso ist das Vorhalten von Powerbanks und Ersatzbatterien ebenfalls vorteilhaft. Sie können wichtige Geräte mit Strom versorgen, auch wenn die Steckdose nicht mehr im Betrieb ist. Weiterhin sind ein Gaskocher und ein batteriebetriebenes Radio in dieser Zeit sehr zu empfehlen.
Bedenken Sie, dass durch einen Stromausfall genauso Ihre Heizung ausfallen könnte. Deshalb ist es wichtig, warme Decken sowie Schlafsäcke zu Hause zu haben. Denken Sie daran, trotz der Umstände stoßzulüften, damit trotzdem noch frische Luft zirkuliert.
Auch Menschen in Ihrem Umkreis, die nicht so schnell oder teilweise gar nicht reagieren können, benötigen im Notfall Ihre Hilfe. Ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Beeinträchtigung sollten genau dieselbe Sicherheit bekommen. Sprechen Sie schon vorab mit Ihren Nachbarn und bieten Sie im Ernstfall einen sicheren Platz oder Ihre Unterstützung an. Speichern Sie sich wichtige Angehörige als Notfallkontakte ein. Entweder auf Ihrem Smartphone, auf Ihrem Festnetz (falls möglich) oder ganz einfach auf einem Zettel am Kühlschrank.
Wenn Sie Angst haben oder sonstige Sorgen, sprechen Sie darüber und lassen Sie sich helfen. Wenn Sie im Voraus merken, dass Sie Sorge um eine gegebenenfalls eintretende Situation haben, dann sagen Sie nahestehenden Menschen Bescheid und sprechen Sie mit ihnen.
Versuchen Sie auch, Ihre Kinder aufzuklären, ohne ihnen Angst zu machen. Kinder sehen die Welt oft mit anderen Augen und nehmen Situationen daher auch anders auf. Erklären Sie Ihren Kindern die wichtigsten Sachen, die sie in einem Krisenfall wissen müssen.
Sicherheit wird ganz großgeschrieben. Vor Naturkatastrophen oder anderen Krisenfällen sind Sie in der Regel am besten zu Hause geschützt. Als Haus-/Wohnungseigentümer können Sie regelmäßige Kontrollen und direkte Erneuerungen bei Schäden ausführen. Als Mieter können Sie Ihrem Vermieter immer mitteilen, wenn Ihnen Mängel auffallen. Dabei sind die Dächer des Hauses, die Gartenanlage, das Abwasser, die Elektroversorgung und die Heizung sowie alle anderen relevanten Geräte im Auge zu behalten.
Versuchen Sie bei Eintreten von Krisensituationen immer auf dem Laufenden zu bleiben. Achten Sie auf unsere Sirenen und schalten Sie am besten das Radio ein, wenn Sie diese hören. Nutzen Sie auch Geräte wie Fernseher, Computer, Smartphones oder ein batteriebetriebenes Radio – sofern diese funktionieren. So verpassen Sie nichts, können sich besser vorbereiten und im Ernstfall richtig handeln.
Sie finden auf der Website des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophen) https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/warnung-vorsorge_node.html noch vieles mehr über solche Ausnahmesituationen. Falls Sie sich darauf vorbereiten möchten oder mit solchen Situationen nicht umgehen können, hat die Website viele Tipps und klärt über weitere Themen auf. Die Seite bietet eine Checkliste mit allen Dingen an, die Sie zu Hause oder immer dabeihaben sollten.
Beginnen Sie noch heute mit den Vorbereitungen, es kann jederzeit ein Krisenfall auftreten.
Hinweis: In den nächsten Ausgaben von „Altenstadt Aktuell“ wollen wir noch mehr auf die Krisenvorsorge in unserer Gemeinde eingehen. Insbesondere darauf, worauf Sie achten müssen und was wir als Gemeinde zum Schutz der Einrichtungen und der Bevölkerung bereits umsetzen bzw. umsetzen werden. Laufend bauen wir unsere Informationen auch auf der Internetseite der Gemeinde Altenstadt auf (Leben in Altenstadt-Vorsorge für den Krisenfall).