Altenstädter Ortslandwirte im Dialog zur Verschmutzung der Feldwege

Bildunterschrift: Verschmutzte Wege in den Gemarkungen – nicht nur ein Problem in Altenstadt (Foto: Sabine Schubert)


Das Problem ist bekannt und wird häufig diskutiert. Vor allem Fußgänger und Radfahrer klagen vermehrt über die oft durch die Landmaschinen verunreinigten Wege. Die Beschwerden landen dann meist auf dem direkten Weg in der Umweltabteilung der Gemeinde.

Was die wenigsten Bürger wissen:
Viele Feld- und Wirtschaftswege sind nachträglich für die Mehrfachnutzung freigegeben worden.
Eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Beteiligten ist also erforderlich.
Im Tagesbetrieb der Landwirte ist ein sofortiges Reinigen der Wege oft nicht möglich, manche Wege werden zudem mehrmals am Tag befahren. Bei regnerischem Wetter verwandeln sich die meist mit Räumschilden abgezogenen Wege dann außerdem schnell in eine rutschige Fläche.
Trotzdem appellierte Bürgermeister Syguda an die Landwirte und deren Personal, aber auch an die Lohnunternehmer, die nachträgliche Reinigung der Wege unbedingt mehr im Blick zu haben. „Bei schlechtem Wetter müsse man außerdem kein Mist fahren,“ so Norbert Syguda.
Beratungsresistente Personen sollen in Zukunft zur Anzeige gebracht werden, Hinweise können dem Ordnungsamt auch anonym mitgeteilt werden.
Das Ordnungsamt und auch die Mitarbeiter des Bauhofs werden die Wege zukünftig vermehrt „im Auge behalten“ und die betreffenden Landwirte direkt ansprechen.
Aber auch die Fußgänger und Radfahrer sind in der Pflicht für ein gutes Für- und Miteinander auf den Wegen zu sorgen. „ Bitte machen Sie zu jeder Zeit Platz für die Landwirte und ihre Maschinen und nehmen Sie Ihren Hund an die Leine“, bittet Umweltberaterin Sabine Schubert die Nutzer der Wege. Die Ortslandwirte werben für mehr Verständnis für ihre, für alle Menschen so wichtige Arbeit.
Die Landmaschinen sind aufgrund ihrer Größe nicht so flexibel beim Ausweichen und sollten die Wege nicht verlassen, um das Bankett, Bäume, Wegbegrenzungen und Gräben nicht zu beschädigen.
Am Ende gilt für alle: Rücksicht nehmen und freundlich bleiben auf landwirtschaftlichen Wegen!