Die Spielplätze in Altenstadt sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Häufig wird dabei bemängelt, dass die Anlagen nicht mehr zeitgemäß seien, wenig attraktiv wirkten oder andere Kommunen deutlich modernere Spielplätze vorweisen könnten. Aussagen, die auch Bürgermeister Dominic Imhof regelmäßig erreichen.
Der Rathauschef begegnet dieser Kritik mit Offenheit und Selbstkritik.
„Es stimmt größtenteils, und ich möchte es auch nicht verschönern“, erklärt Imhof. „Viele unserer Spielplätze sind in die Jahre gekommen. Deshalb haben wir uns bewusst dazu entschieden, dieses Thema in den kommenden Jahren stärker in den Fokus zu rücken.“
Die Grundlage hierfür bildet das von der Gemeindevertretung im vergangenen Jahr beschlossene Spielplatzkonzept. Dieses legt einen Rahmenplan für die schrittweise Weiterentwicklung der gemeindlichen Spielplätze fest.
„Jedem dürfte bewusst sein, dass wir nicht alle Plätze gleichzeitig umgestalten können. Das ist auch nicht das Ziel“, erläutert Imhof. „Vielmehr soll eine sukzessive Erneuerung der Spielplätze stattfinden. Wir wollen jedes Jahr einzelne Anlagen aufwerten, Spielgeräte austauschen und dort, wo es sinnvoll ist, auch größere Projekte zur kompletten Neugestaltung umsetzen.“
Bereits in diesem Jahr sollen die ersten Maßnahmen umgesetzt werden. Geplant sind Aufwertungen der Spielplätze am Sportplatz in Lindheim sowie in der Hauptstraße in Oberau. Hierzu befindet sich die Gemeindeverwaltung bereits in engem Austausch mit den jeweiligen Ortsbeiräten.
„Uns ist wichtig, die Menschen vor Ort einzubinden. Deshalb werden wir gemeinsam mit unserer Jugendpflege auch Spielplatzfeste durchführen, um Ideen und Wünsche der Familien aufzunehmen“, so der Bürgermeister.
Weit fortgeschritten sind zudem die Planungen für den neuen Spielplatz im Neubaugebiet Oberau Süd III. Dort soll ein besonderer Mottospielplatz entstehen.
„Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum ehemaligen Limes war für uns schnell klar, dass der neue Platz einen römischen Bezug erhalten soll. Es wird ein Spielplatz entstehen, der Spielspaß und die Geschichte unserer Region miteinander verbindet“, kündigt Imhof an.
Ein weiteres wichtiges Projekt befindet sich bereits in der Vorbereitung. Der Spielplatz „Am Weihergarten“ im Ortsteil Altenstadt, die größte Spielplatzanlage der Gemeinde, soll grundlegend neu ausgerichtet werden.
„Der Weihergarten hat durch seine zentrale Lage und die großen schattenspendenden Bäume enormes Potenzial. Unser Ziel ist es, den Bereich künftig für alle Generationen zu öffnen. Die direkte Nachbarschaft zur Seniorenresidenz bietet hierfür ideale Voraussetzungen“, erklärt Imhof.
In diesem Zusammenhang soll auch der Spielplatz im Eselsweg neu geplant werden. Beide Anlagen werden künftig als zusammenhängendes Angebot betrachtet und sollen sich in ihrer Ausgestaltung gegenseitig ergänzen.
Dies erklärt auch, warum ein zuletzt abgängiger Spielturm auf dem Spielplatz Eselsweg nicht ersetzt wurde.
„Der Turm war defekt und stellte eine Gefahr für die spielenden Kinder dar. Eine Reparatur hätte mehrere tausend Euro gekostet. Vor dem Hintergrund der geplanten Neugestaltung und des weiterhin vorhandenen Angebots auf dem nahegelegenen Spielplatz am Weihergarten haben wir uns gegen eine Instandsetzung entschieden“, erläutert der Bürgermeister.
Auch über die aktuell vorgesehenen Maßnahmen hinaus sollen in den kommenden Jahren weitere Spielplätze in allen Ortsteilen eine Erfrischungskur erhalten.
Bürgermeister Imhof zeigt sich erfreut darüber, dass die Gemeindevertretung den Weg einer kontinuierlichen Erneuerung eingeschlagen hat.
„Die Modernisierung unserer Spielplätze muss leistbar sein – personell und vor allem finanziell. Das gelingt uns nur, wenn wir die Maßnahmen über mehrere Jahre verteilen. Gleichzeitig schaffen wir so Jahr für Jahr sichtbare Verbesserungen für Kinder, Familien und letztlich für die Lebensqualität in unserer gesamten Gemeinde.“
Bildbeschreibung:
Der Spielplatz im Eselsweg in Altenstadt ist ein Spiegelbild von einigen Flächen in Altenstadt. Durch eine sukzessive Erneuerung und Aufwertung will die Gemeinde Altenstadt ihre Spielflächen wieder für alle Generationen attraktiver gestalten.
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Gemeinde Altenstadt | D.I.
