Projekt „Wetterauer Ernte(n)“: Jetzt beginnt die Kirschzeit auf den Streuobstwiesen

vom 06.05.2026

Projekt „Wetterauer Ernte(n)“: Jetzt beginnt die Kirschzeit auf den Streuobstwiesen

Wetteraukreis (pdw) Mit den ersten warmen Tagen des Frühsommers lohnt es sich wieder, bei Spaziergängen und Radtouren aufmerksam durch die Landschaft zu streifen: Auf den Flächen des Projekts „Wetterauer Ernte(n)“ startet in Kürze die Reife der Süßkirschen. Wenig später, im Juli und August, folgen die Sauerkirschen, ein weiterer Höhepunkt im Erntekalender der heimischen Streuobstwiesen. In acht Wetterauer Kommunen ist die Ernte kostenfrei möglich.

In den teilnehmenden Kommunen Altenstadt, Echzell, Florstadt, Glauburg, Karben, Limeshain, Münzenberg und Reichelsheim stehen zahlreiche Obstbäume auf ausgewählten öffentlichen Flächen zur kostenlosen Ernte für den Eigenbedarf bereit. Die Bäume sind vor Ort gut sichtbar mit einem gelben Punkt oder Kreuz gekennzeichnet und laden dazu ein, die Früchte direkt vom Baum zu genießen oder mit nach Hause zu nehmen.

„Gerade die Kirschzeit ist für viele ein besonderer Moment im Jahr. Unser Projekt macht diese Erfahrung für alle zugänglich – ganz unkompliziert und mitten in der Region“, erklärt Landrat Jan Weckler, Vorsitzender des Naturschutzfonds Wetterau e.V.

Das Projekt wird vom Landschaftspflegeverein Naturschutzfonds Wetterau e.V. getragen und verfolgt das Ziel, die Nutzung und Wertschätzung der Streuobstwiesen zu fördern. Denn viele der traditionellen Obstbestände bleiben heute ungenutzt, obwohl sie einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten und das Landschaftsbild der Wetterau prägen.

 Projekt wächst weiter

Mit Blick auf die kommenden Monate lohnt sich ein wiederholter Besuch: Nach der Kirschernte wird es im Spätsommer und Herbst bunt auf den Wiesen – dann reifen Nüsse, Äpfel, Birnen und weitere Obstsorten heran. Ab Herbst 2026 schließen sich weitere Kommunen dem Projekt an um das Angebot noch mehr Menschen zugänglich zu machen.

Wichtig bleibt dabei ein respektvoller Umgang mit der Natur: Die Ernte ist ausschließlich an gekennzeichneten Bäumen und in haushaltsüblichen Mengen erlaubt. Zudem erfolgt das Pflücken auf eigene Gefahr.

„Wir freuen uns, wenn viele Menschen das Angebot nutzen – achtsam und mit Blick auf die Natur. So können wir gemeinsam dazu beitragen, dieses besondere Kulturerbe zu erhalten“, so Franka Hensen, Geschäftsführerin des Naturschutzfonds Wetterau e.V.

Wer wissen möchte, wo genau sich die freigegebenen Bäume befinden, entdeckt online umfassende Informationen: Standortkarten, Wegbeschreibungen und Angaben zu den jeweiligen Obstsorten sind auf der Projektseite unter dem folgenden Link abrufbar: https://wetteraukreis.de/naturschutzfonds/projekte/wetterauer-ernten

Bildunterschrift: Von Juni bis Oktober lohnt ich ein Blick auf ausgewählten Streuobstwiesen in Altenstadt, Echzell, Florstadt, Glauburg, Karben, Limeshain, Münzenberg und Reichelsheim. Dort dürfen Bürgerinnen und Bürger Kirsche, Apfel, Birne, Mirabelle, oder Walnuss frisch vom Baum genießen.

 

Dort ist auch ersichtlich, welche Obstsorten auf den jeweiligen Flächen wachsen – denn Streuobstwiesen sind vielfältig und unterschiedlich zusammengesetzt. Ein genauer Blick lohnt sich also schon bei der Planung des nächsten Ausflugs.