Altenstadt gedenkt der Reichspogromnacht

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, wurden in ganz Deutschland vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im Deutschen Reich durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem mindestens 30.000 Verhaftungen, die Zerstörung von Synagogen und jüdischen Lebensräumen und die Ermordung von schätzungsweise 1000 bis 2000 Jüdinnen und Juden.

Die Gedenkfeier findet am Montag, 9. November, um 19 Uhr am Gedenkstein in der Straße Zum Bachstaden (am Parkplatz der Sparkasse) statt. Dort erinnert die Gemeinde an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die während der Zeit des Nationalsozialismus vertrieben und ermordet wurden.

Gemeinsam mit Bürgermeister Dominic Imhof, Pfarrer Klaus Willms von der Evangelischen Kirche in Altenstadt, Hans Seum von KULTURplus sowie Schülerinnen und Schülern der Limesschule setzt die Gemeinde ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Menschenfeindlichkeit. Den musikalischen Rahmen gestalten auch in diesem Jahr Alexandra Bentz und Samuel Klemke.

„Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus darf niemals verblassen. Wir sind es den Opfern schuldig, ihre Namen und Schicksale nicht zu vergessen. Gleichzeitig tragen wir alle Verantwortung dafür, dass Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft keinen Platz haben“, betont Bürgermeister Dominic Imhof.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen, an der Gedenkfeier teilzunehmen, um so ein sichtbares Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz und ein respektvolles Miteinander zu setzen. Wer möchte, darf gerne eine Kerze/ein Grablicht mitbringen, welches im Anschluss an die Wortbeiträge an dem Gedenkstein abgestellt werden kann.

Damit ein würdiger Verlauf gewährleistet ist, bleibt die Straße „Zum Bachstaden“ während der Veranstaltung für den Verkehr gesperrt.