Kommunale Wärmeplanung: Gemeinde Altenstadt startet in die strategische Zukunftsplanung

Die Erstellung einer Kommunalen Wärmeplanung ist für Städte und Gemeinden bundesweit zur Pflichtaufgabe geworden. Grundlage hierfür ist das Wärmeplanungsgesetz (WPG), das den rechtlichen Rahmen für eine flächendeckende und verbindliche Wärmeplanung in Deutschland vorgibt. Ziel des Gesetzes ist es, eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2045 zu erreichen und den Kommunen eine strategische Orientierung für die zukünftige Energieversorgung zu geben.

Auch die Gemeinde Altenstadt hat sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe angenommen. In den kommenden Monaten soll aufgezeigt werden, welche konkreten Möglichkeiten zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung in Altenstadt umsetzbar sind. Unterstützt wird die Gemeinde dabei von der FuP Kommunikations-Management GmbH mit Sitz in Frankfurt, die den Prozess fachlich begleitet.

Ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zur Kommunalen Wärmeplanung ist neben der umfassenden IST-Analyse des aktuellen Wärmebedarfs und der bestehenden Versorgungsstruktur der frühzeitige Austausch mit relevanten Akteuren vor Ort. Bürgermeister Dominic Imhof hat hierzu kürzlich zu einem Akteurstreffen eingeladen. Vertreter von Energieproduzenten sowie Strom- und Gasanbietern wurden über den aktuellen Sachstand informiert und erhielten die Gelegenheit, ihre Perspektiven sowie mögliche Unterstützungsangebote einzubringen.

Bürgermeister Imhof betonte die Bedeutung, die bereits vor Ort aktiven Anbieter frühzeitig in den Planungsprozess einzubeziehen: „Nur wenn wir die Expertise und die bestehenden Strukturen vor Ort berücksichtigen, können wir tragfähige und wirtschaftliche Lösungen entwickeln.“ Aufgrund der räumlichen Ausdehnung und unterschiedlichen Siedlungsstrukturen in Altenstadt sei jedoch nicht von einer einheitlichen Lösung für das gesamte Gemeindegebiet auszugehen. Vielmehr werde es darauf ankommen, quartiers- oder ortsteilbezogene Ansätze zu prüfen und individuell zu bewerten.

Welche konkreten Optionen – etwa in Form von Wärmenetzen, dezentralen Lösungen oder dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien – realisierbar sind, wird sich in den kommenden Wochen in weiteren Gesprächen und vertiefenden Analysen zeigen. Ziel ist es, eine strategische Planung zu erarbeiten, die nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig ist und perspektivisch in die Umsetzung geführt werden kann.

Abschließend dankte Bürgermeister Imhof allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch und die Bereitschaft zur Mitwirkung. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen werde, gemeinsam gute Lösungen für die Zukunft der Wärmeversorgung in Altenstadt zu entwickeln.

Die Kommunale Wärmeplanung stellt einen zentralen Baustein für den Klimaschutz auf lokaler Ebene dar. Der Wärmesektor verursacht einen erheblichen Anteil der CO₂-Emissionen. Durch eine strukturierte und strategische Planung können fossile Energieträger schrittweise ersetzt, erneuerbare Energien stärker genutzt und langfristig Versorgungssicherheit sowie Preisstabilität gewährleistet werden. Damit leistet Altenstadt nicht nur einen Beitrag zur Erreichung nationaler Klimaziele, sondern gestaltet aktiv die nachhaltige und lebenswerte Zukunft der Gemeinde.

Bildunterschrift:
Akteure, die bereits in Altenstadt auf dem Energiesektor auf dem Markt sind, haben sich kürzlich zum Austausch zur Wärmeplanung im Altenstädter Rathaus getroffen.

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Gemeinde Altenstadt | D.I.