Kloster Engelthal

"Ist das Kloster noch in Betrieb ?" So lautet zuweilen die Frage, wenn Besucher zufällig auf einer Spazierfahrt Kloster Engelthal entdecken. Ja, es ist noch "in Betrieb", oder besser: Wieder. Denn Einheimische erinnern sich an die Zeit, als ein Teil der verlassenen Klostergebäude als Schule und Pfarrhaus diente. 

Das Kloster im stillen Waldwinkel, ca. 1,5 km von Altenstadt entfernt, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. 1268 wurde es von den Rittern von Büches und Karben als Zisterzienserinnen-Kloster gegründet. Nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges mühsam wieder aufgebaut, fiel es 1803 der Säkularisation zum Opfer. Die Schwestern wurden vertrieben und die Abtei Engelthal mit ihrem Landbesitz von fast 1000 Morgen dem Grafen Ferdinand von Leiningen-Westerburg als Entschädigung für dessen linksrheinische Besitzungen zugesprochen. 

Die Kirche blieb Pfarrkirche für die Gläubigen der Umgebung, die übrigen Gebäude und die Ländereien wechselten im Laufe der Zeit mehrmals den Besitzer. 1952 erwarb die Diözese Mainz die Kirche, den noch vorhandenen Ostflügel, den bisherigen Pfarrgarten und ein Stück Weideland und stellte es 1961 der Benediktinerinnenabtei Herstelle an der Weser für eine Neugründung zur Verfügung. 

So zog am 1. Mai 1962 eine Gruppe von zwanzig Schwestern in Engelthal ein, und mit dieser Wiederbesiedlung wurde die jahrhundertealte Tradition klösterlichen Lebens wieder aufgenommen: Das Leben nach der Regel des hl. Benedikt von Nursia (ca. 480-547). Nach dem bekannten Grundsatz "ora et labora", "bete und arbeite", der benediktinisches Leben kennzeichnet, steht neben dem Gebet die Arbeit, ein wichtiger Bestandteil des klösterlichen Lebens.

Das Kloster soll so weit wie möglich für seinen eigenen Unterhalt aufkommen und betreibt daher in Engelthal ein Gästehaus, eine Buch- und Kunsthandlung sowie eine Restaurierungswerkstatt. Das Gästehaus steht allen offen, die in Beruf und Alltag Stille und Erholung oder neue Orientierung suchen.

Auch in musikalischer Hinsicht hat das Kloster etwas zu bieten. In den letzten Jahren wurde hier die "Engelthaler Sommerserenade" durchgeführt, ein attraktives Programm mit mehreren  Konzerten, entweder open air oder in der Klosterkirche. 

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Kontakt

Kultur:

Regina Schröder

Gemeinde Altenstadt
Fachbereich Bürgerservice
Frankfurter Str. 11
63674 Altenstadt

Tel:
(06047) 8000-80

E-Mail: Schroeder@altenstadt.de


Tourismus:

Nicole Leister

Gemeinde Altenstadt
Fachbereich Bürgerservice
Frankfurter Str. 11
63674 Altenstadt

Tel:
(06047) 8000-83

E-Mail: Leister@altenstadt.de


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