Ampibienwanderung in Altenstadt

In Altenstadt sind die Frösche los

Häufig beginnt die Wanderung der Amphibien Anfang März. Andreas Bethke von der Natur- und Vogelschutzgruppe Altenstadt sammelt die Tiere bei der eigens dafür errichteten Schutzmauer an der B521 zwischen Altenstadt und Höchst ein. Hilfe bekommt er dabei von den FÖJlerinnen und FÖJlern der Gemeinde Altenstadt. 

Von Montag bis Freitag machen sich die Absoventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres  schon früh morgens auf den Weg, um die Eimer der Schutzmauer auf ihren Inhalt zu prüfen. Diese in den Boden eingelassenen Eimer dienen als Auffangstation für die Frösche und Molche, die in der Dämmerung bei mildem und feuchtem Wetter die Reise von ihren Winterquartieren in den Streuobstwiesen und dem angrenzenden Waldgebiet zum Karl- Winther-Teich beim Altenstädter Sportplatz antreten. Da auf dem Weg dorthin die stark befahrene Bundesstraße 521 und die Bahngleise liegen, müssen die Amphibien durch die Schutzvorrichtung von dem Passieren abgehalten werden. 

Sind die Lurche erst einmal im Eimer gelandet, werden sie am Morgen von Andreas Bethke und seinen Helfern herausgeholt und zu ihrem Laichgewässer getragen.

                                                    
Der Teich wurde 1998 angelegt und hat im Laufe der Zeit viele Tierarten angelockt. So sind Frösche wie der Grasfrosch oder die Erdkröte, die von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum „ Lurch des Jahres 2012“ gekürt wurde, schon in großer Zahl vorhanden, aber auch der Teichfrosch sowie der Teichmolch haben hier einen Lebensraum gefunden. Ein Erfolg angesichts der rückläufigen Amphibienbestände! Allein in Europa drohen bereits 23 Prozent der Amphibien auszusterben.

Altenstadt, den 04.08.2016

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