Umwelt und Klima

Altenstadt ist Mitglied im Klimabündnis

Im April 1995 hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Altenstadt beschlossen, dem „Klimabündnis europäischer Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder zum Erhalt der Erdatmosphäre / Alianza del Clima e. V“ beizutreten.  Die Ziele des Klimabündnis sind die Reduktion der Klima gefährdenden Emissionen und der Erhalt der Regenwälder mit ihrer biologischen Vielfalt. Mitglied im Klimabündnis sind   europäische Städte und Gemeinden, als auch Völker der Regenwälder.

Die Zustimmung zum „Manifest europäischer Städte zum Bündnis mit den Indianervölkern Amazoniens“ ist Grundlage für den Beitritt von Kommunen und Regenwaldvölkern. Danach versuchen die europäischen Städte durch Senkung des Energieverbrauchs und die Verringerung des motorisierten Verkehrs dazu beizutragen, dass die Belastung der Atmosphäre abnimmt und dadurch die Lebensbedingungen für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Bis spätestens 2030 soll eine Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen (Basisjahr 1990) erreicht werden.

Die europäischen Städte unterstützen die Interessen der amazonischen Indianervölker an der Erhaltung des tropischen Regenwaldes ihrer Lebensgrundlage, durch die Titulierung und die nachhaltige Nutzung der indianischen Territorien. Mit der Verteidigung der Wälder und Flüsse tragen sie dazu bei, dass unsere Erdatmosphäre für die zukünftigen Generationen als grundlegende Bedingung für ein menschliches Leben erhalten bleibt.

Holz aus Tropenwäldern darf deshalb weder importiert noch verwendet werden; zudem müssen andere Formen der Waldzerstörung, wie die unbegrenzte Förderung der Viehwirtschaft, Kolonisierungsvorhaben, der Einsatz von Pestiziden, Monokulturen, Wasserkraftwerken, umweltschädliche Minen, Ausbeute und Erdölförderung in Frage gestellt werden. Für die Bewohner des Regenwaldes hat vor allem der zunehmende Ölbedarf der Industrieländer neben der Klimaveränderung (lange Trockenperioden) auch noch andere Auswirkungen: Förderkonzessionen durchdringen traditionelle Siedlungsgebiete, Bohrtürme und Pipelines durchziehen ihren Lebensraum. Sprengungen verjagen das Wild. Rückstände und Abfälle der Förderung vergiften das Land und gelangen in die Nahrungskette. Die häufig vertretene Meinung, Erdöl bringe den Menschen der Förderländer Wohlstand, ist oftmals schlicht falsch. In Amazonien ist das Gegenteil der Fall. Dort ist Erdöl für die Demokratie oft hinderlich. Es spitzt Ungleichheit und Armut zu und es schafft Abhängigkeit.

 Um dem entgegenzuwirken, müssen wir den unwiederbringlichen Rohstoff Erdöl sparsam einsetzen und fossile Energiequellen durch sozial- und umweltverträgliche erneuerbare Energien und energieeffiziente Technologien ersetzen.

 Nicht zuletzt binden diese Regenwälder Amazonies große Mengen an CO2, deren Emission in die Atmosphäre auch die Mitgliedstädte auf ihre Weise zu beschränken suchen. Im Bemühen um die Erhaltung der Lebensbedingungen auf der Erde sehen sich die Mitgliedsstädte – so auch Altenstadt- als Partner der Indianervölker im Bündnis für den Erhalt der Regenwälder und des Klimas, dem sich hoffentlich immer mehr europäische Städte anschließen werden!

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: 
www.klimabuendnis.org   
www.erdoelinamazonien.org
www.regenwald.org

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