Hessens ältester Atemschutzgeräteträger geht

Mit 65 Jahren muss Peter Schurik aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden. Weiterhin wird er aber die Einsatzabteilung unterstützung.

 

OBERAU - (red). Hessens älteste Feuerwehrmann und Atemschutzgeräteträger, Hauptfeuerwehrmann Peter Schurik von der Freiwilligen Feuerwehr Oberau, wurde in den Ruhestand verabschiedet, nachdem er seinen 65. Geburtstag beging und damit die Altersgrenze für den aktiven Dienst in der Einsatzabteilung erreichte. Gleichzeitig trat er in die Alters- und Ehrenabteilung über.

Peter Schurik begann 1986 seinen Dienst in der Feuerwehr Oberau. Seit 1989 gehörte er dem Vorstand des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Oberau an. Er absolvierte unter anderen Ausbildungen zum Truppführer, Maschinist und Sprechfunker. „Besonders bemerkenswert ist“, so der Oberauer Wehrführer Stefan Leppla, „dass Peter Schurik bis zu seinem Ausscheiden als Atemschutzgeräteträger aktiv war, was aufgrund der hohen körperlichen Anforderungen nur wenige Feuerwehrleute schaffen. Mit 59 Jahren ließ er sich sogar noch als Träger von Chemikalienschutzanzügen fortbilden.“


Peter Schurik muss mit 65 Jahren aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden
(Foto: Leppla)

Viele Auszeichnungen

Mit der Wettkampfgruppe der Feuerwehr Oberau erhielt er bei den Niederösterreichischen Feuerwehrleistungswettbewerben die Leistungsabzeichen in Bronze und Silber. Für seine Verdienste um die Feuerwehr Oberau wurde er mit dem Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande des Landes Hessen sowie dem Silbernen Ehrenzeichen der Gemeinde Altenstadt ausgezeichnet. Hervorzuheben sei nicht nur sein unermüdlicher Einsatz im aktiven Dienst, sondern auch seine unzähligen Arbeitsstunden beim Bau des Feuerwehrhauses, das die Feuerwehr Oberau in den 1990er Jahren komplett in Eigenleistung errichtet hat.

Auch wenn Peter Schurik nach 32 Jahren nun keine Einsätze mehr mitfahren darf, so will er sich doch weiterhin für die Feuerwehr Oberau engagieren. Auf Antrag der Wehrführung und mit Genehmigung der Gemeinde Altenstadt darf er bis zur Vollendung seines 70. Lebensjahres Aufgaben und Tätigkeiten zur Unterstützung und Entlastung der Einsatzabteilung wahrnehmen, so zum Beispiel in der Ausbildung und Gerätewartung sowie der Instandhaltung des Feuerwehrhauses. Als Elektroingenieur sei sein nächstes Projekt die Ertüchtigung der Elektroinstallation des Feuerwehrhauses, so Leippla. Dann könne auch bei einem Stromausfall das Feuerwehrhaus weiterhin betrieben werden.

(Quelle: Kreis-Anzeiger vom 06.06.2018)

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