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Limesradweg zwischen Altenstadt und Florstadt ausgebaut

Radfahren mit Blick auf die Nidderaue. Insgesamt wurden 700.000 Euro investiert.

 
ALTENSTADT - Gemeinsam mit den Bürgermeistern Norbert Syguda (Altenstadt) und Herbert Unger (Florstadt) hat Landrat Jan Weckler jetzt einen weiteren Abschnitt des Limesradweges eingeweiht. Insgesamt sind sechs Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 2,7 Kilometern als drei Meter breiter Asphaltweg mit Banketten auf beiden Seiten der Trasse ausgebaut worden. Zudem sind die Nidderbrücke bei Oberau ertüchtigt und die Auffahrtsrampen ausgebaut worden.


Der Ausbau und die Neuausweisung der Streckenführung mit Beschilderung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kommunen Altenstadt und Florstadt sowie des Wetteraukreises. Der Kreis übernahm dabei die nicht förderfähigen Vorplanungskosten sowie die Planung der neuen Streckenführung, die Kostenschätzungen, die Baugrunduntersuchungen und die Verträglichkeitsprüfungen zum Natur- und Artenschutz. Zudem sind die Genehmigungsunterlagen und der Förderantrag erstellt worden. Den Bau übernahm die Gemeinde Altenstadt für beide Kommunen auf dem gesamten Abschnitt.
Etwa 700 000 Euro sind für diesen Ausbauabschnitt des Radwegs investiert worden. 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben konnten durch Gelder von Land und Bund realisiert werden. Der Eigenanteil der Gemeinde Altenstadt betrug etwa 140 000 Euro, der Eigenanteil der Stadt Florstadt 100 000 Euro. Mit der Bauleitung, der Bauüberwachung und der Abnahme ist das Büro Cooperative, das seit Jahren Radverkehrsprojekte für den Wetteraukreis abwickelt, betraut worden. Besonders dankte der Landrat dem Behindertenbeauftragten der Stadt Florstadt, Richard Klein, und Sabine Schubert vom Bauamt der Gemeinde Altenstadt für deren Unterstützung.
Neben dem Ausbau der Strecke sind an zwei Stellen Rastplätze mit Bänken, Tischen und Fahrradständer angelegt worden. Am ersten Rastplatz, am Waldkindergarten bei Altenstadt, fand denn auch die feierliche Eröffnung des Radwegs statt. Der Rastplatz liegt in unmittelbarer Nähe zum historischen Limesverlauf und bietet einen wunderbaren Blick über die Nidderaue. Trefflich rasten lässt es sich auch am Waldrand oberhalb von Stammheim. Von dort genießen die Radler einen herrlichen Blick auf die Niddaaue und die Horloffsenke.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass im Waldgebiet zwischen den beiden Rastplätzen der Verlauf des Limeswalles noch deutlich im Gelände zu erkennen ist. Er verläuft als baumbewachsener Erdwall, etwa 80 Meter östlich des neu ausgebauten Limesradweges.
Der Limesradweg führt entlang des im Jahre 2005 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichneten Obergermanisch-Raetischen Limes. Der östliche Abschnitt des Limesradweges im Wetteraukreis beginnt an der Kreisgrenze im Süden bei Rommelhausen und verlässt den Kreis im Norden bei Unter-Widdersheim. Dieser Abschnitt hat eine Streckenlänge von 33 Kilometern und ist jetzt nach der Fertigstellung durchgängig auf vollbefestigter Oberfläche befahrbar mit Ausnahme der ersten Kilometer, die im Wald bei Rommelhausen auf einem Schotterweg zurückgelegt werden müssen.

Landrat Jan Weckler bezeichnete den Limesradweg als wichtigen Baustein bei der touristischen Infrastruktur für den Wetteraukreis als Verbindung zwischen Vulkanradweg und Niddaradweg. "Der Limesradweg ist aber auch für den Alltagsverkehr gut zu benutzen und passt sich hervorragend in die Radwegeinfrastruktur der Wetterau ein. Mit über 1000 Kilometern Radwegen, die oft auf land- und forstwirtschaftlichen Wegen verlaufen, ist die Wetterau gut geeignet, um das Fahrrad nicht nur in der Freizeit, sondern auch für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf zu nutzen. Das wollen wir künftig noch stärker in den Fokus nehmen", betonte Jan Weckler.

Der Verlauf des Limesradweges kann auf dem Radroutenplaner Hessen eingesehen werden:

https://radroutenplaner.hessen.de/map/?info=2&id=124&link=https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/limesradweg/



Quelle: Kreis-Anzeiger vom 24.09.2018

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